Growzelt kaufen: Größe, Stoff und Ausstattung im Überblick
Maße, Höhe, Stoffdichte, Reflexion und Durchführungen: Woran du ein gutes Growzelt erkennst und welche Größe zu deinem Raum passt.
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Das Growzelt ist die Hülle deines Grow Sets. Es hält das Licht drinnen und Fremdlicht draußen, reflektiert die Lampenleistung auf die Pflanzen und sorgt dafür, dass Abluft und Filter überhaupt wirken können. Ein gutes Zelt hält viele Jahre, ein schlechtes wird nach wenigen Monaten undicht. Hier liest du, worauf es bei Maßen, Material und Ausstattung ankommt.
Die richtige Größe und Höhe
Gängige Grundflächen sind 60 × 60, 70 × 70, 80 × 80, 100 × 100 und 120 × 120 cm, dazu rechteckige Formate wie 120 × 60 cm. Wähle die Größe nach dem verfügbaren Platz und nach deiner Lampe: Ein Zelt, das deutlich größer ist als die Ausleuchtungsfläche der Lampe, verschenkt Raum, ein zu kleines Zelt wird schnell zu heiß.
Bei der Höhe rechnest du vom Boden aus: Topf mit Untersetzer (25 bis 35 cm), Pflanze, Abstand zur Lampe (30 bis 60 cm), Lampe mit Aufhängung (10 bis 20 cm) und darüber der Aktivkohlefilter, falls er senkrecht hängt. Für Kräuter genügen 140 bis 160 cm, für Tomaten oder hochwachsende Pflanzen sind 180 bis 200 cm deutlich angenehmer. Achte darauf, dass das Zelt in deinem Raum noch genug Luft zur Decke hat, damit du es aufbauen kannst. Die Maßstabsgrafik aller Größen findest du im Artikel zur Growbox-Größe.
Stoff: was 600D, 1680D und 2000D bedeuten
Die Zahl mit dem „D“ steht für Denier, ein Maß für die Garnstärke des Gewebes. Je höher der Wert, desto dicker und reißfester der Stoff. 600D ist der einfache Standard bei günstigen Zelten. 1680D und 2000D findest du bei besseren Modellen, unter anderem bei vielen Zelten von Mars Hydro und Spider Farmer. Dickerer Stoff bleibt länger lichtdicht, verzeiht Hängenbleiben am Reißverschluss und hält die Form besser.
Innenbeschichtung und Lichtdichtigkeit
Innen sind Growzelte mit reflektierender Folie beschichtet, meist mit Mylar. Sie wirft das Licht, das an den Pflanzen vorbeigeht, zurück und erhöht so die nutzbare Lichtmenge vor allem an den Rändern. Wichtig ist, dass die Beschichtung fest mit dem Stoff verbunden ist und nicht knittert oder abblättert.
Lichtdicht heißt: In der Dunkelphase kommt kein Licht von außen hinein. Das ist für Pflanzen wichtig, die auf die Tageslänge reagieren. Prüfe ein neues Zelt, indem du dich bei eingeschalteter Lampe in einem abgedunkelten Raum davorstellst. Leuchtende Nähte oder Löcher klebst du mit schwarzem Gewebeband ab. Gute Zelte haben Lichtschutzleisten hinter den Reißverschlüssen.
Gestänge und Tragkraft
Das Gestänge trägt die Lampe, den Filter und oft auch Ventilatoren. Metallstangen mit stabilen Eckverbindern sind Standard, Kunststoffecken sind bei günstigen Zelten die häufigste Schwachstelle. Viele Hersteller geben eine Traglast an. Sie sollte mit Reserve über dem Gewicht von Lampe und Filter liegen, denn ein größerer Aktivkohlefilter wiegt schnell mehrere Kilogramm. Die oberen Querstangen müssen so angeordnet sein, dass du die Lampe mittig aufhängen kannst.
Öffnungen, Fenster und Bodenwanne
Achte auf ausreichend Durchführungen: oben für die Abluft, unten für die Zuluft und dazu Öffnungen für Kabel. Der Durchmesser der Abluftöffnung sollte zu deinem Lüfter passen, meist 10 oder 15 cm. Gut sind Durchführungen mit doppeltem Kordelzug, die sich eng um den Schlauch schließen. Passive Zuluftöffnungen mit Gaze halten Insekten fern.
Ein Sichtfenster erlaubt den Blick ins Zelt, ohne die Tür zu öffnen. Eine herausnehmbare, wasserdichte Bodenwanne fängt verschüttetes Gießwasser auf und schützt den Boden darunter. Sie ist bei fast allen Markenzelten dabei, fehlt aber manchmal bei sehr günstigen Modellen.
Der richtige Aufstellort
Ideal ist ein Raum mit stabiler Temperatur zwischen etwa 18 und 25 °C, ebenem Boden und einer Steckdose in der Nähe. Keller und Abstellräume ohne direkte Sonne sind beliebt, weil sie im Sommer kühl bleiben. Dachböden werden im Sommer oft zu heiß. Achte darauf, dass das Zelt nicht direkt an einer kalten Außenwand steht, sonst kann sich dort Kondenswasser bilden. Wo die warme, feuchte Abluft hingeht, solltest du schon vor dem Kauf überlegen. Tipps dazu stehen im Ratgeber zu Abluft und Aktivkohlefilter.
Growzelte einzeln kaufen
Wenn du nur das Zelt brauchst, etwa weil du Lampe und Lüfter schon besitzt, findest du bei diesen Marken eine große Auswahl in allen gängigen Größen:
- Mars Hydro Growzelte (Affiliate-Link, öffnet Amazon), viele Größen, häufig mit 1680D-Stoff
- Spider Farmer Growzelte (Affiliate-Link, öffnet Amazon), oft mit 2000D-Stoff und großem Sichtfenster
- Secret Jardin (Affiliate-Link, öffnet Amazon), seit vielen Jahren im Growshop-Sortiment
- Homebox (Affiliate-Link, öffnet Amazon), bekannte Zeltmarke aus dem Fachhandel
Für den Einstieg ist ein Komplettset meist günstiger als der Einzelkauf. Eine Übersicht findest du im Grow Set Vergleich.
Pflege und Lebensdauer
Nach jedem Durchgang lohnt sich eine Grundreinigung: Bodenwanne ausspülen, Innenflächen mit einem feuchten Tuch und mildem Reiniger abwischen und alles gut trocknen lassen. Aggressive Mittel greifen die Beschichtung an. Reißverschlüsse bleiben geschmeidig, wenn du sie gelegentlich mit etwas Silikonspray behandelst. Zwischen den Durchgängen kannst du das Zelt zusammengebaut stehen lassen, solange es trocken ist.
Häufige Fragen zum Growzelt
Welche Growzelt-Größe brauche ich für drei Pflanzen?
Für drei mittelgroße Pflanzen sind 80 × 80 cm oder 120 × 60 cm möglich, komfortabler ist 100 × 100 cm. Für sehr große Pflanzen eignet sich 120 × 120 cm.
Riecht ein neues Growzelt?
Neue Zelte riechen oft einige Tage nach Kunststoff. Lüfte das Zelt vor dem ersten Einsatz bei geöffneten Türen und lasse die Abluft im Probelauf laufen.
Kann ich ein Growzelt abschließen?
Viele Zelte haben Reißverschlüsse mit Ösen, durch die sich ein kleines Vorhängeschloss führen lässt. Für den gesetzlich vorgeschriebenen Schutz vor Kindern beim Cannabis-Eigenanbau ist außerdem ein abschließbarer Raum eine gute Lösung.
Wie schwer darf die Lampe sein?
Das hängt vom Gestänge ab. Schau in die Herstellerangaben zur Traglast und rechne Lampe, Filter und Lüfter zusammen. Kleine Panels wiegen wenige Kilogramm, große Leistenlampen deutlich mehr.